Was ist eigentlich Laserschneiden?

Laserschneiden bei einem Profi
Laserschneiden bei einem Profi

In der Industrie gibt es viele Methoden Materialien auf ein gewünschtes Maß zu schneiden. Die älteste ist dabei wohl die klassische Säge. Hier kann man zwischen Handsäge und Bandsäge bzw. Motorsäge unterscheiden. Diese Art des Schneidens bietet einige Vor- aber auch einige Nachteile. Als Vorteil sei hier die günstige Anschaffung des Werkzeugs und der Ersatz bzw. Verschleißteile genannt. Als großer Nachteil gilt allerdings die große Menge an Verschnitt in Form von Spänen. Neben der klassischen Säge gibt es auch noch Brennschneider oder Kantbänke (für dünne Materialien bis 5mm). Eine neue Technik, die diese Schneidtechniken langsam verdrängt, ist das Laserschneiden.

Laserschneiden in der Industrie

Das Laserschneiden findet immer mehr Anwendungsgebiete. Im Stahlbau und im Maschinenbau ist es schon lange etabliert. Aber auch in anderen Branchen wie der Chemieindustrie und der Kunststoffindustrie findet es immer mehr Anklang. Denn das Laserschneiden bietet zwei gravierende Vorteile. Zum einen ist es hoch präzise (Genauigkeiten bis zu 0,001mm) und zum anderen fallen keine Abfallprodukte an.

Der Laser schneidet einen Werkstoff durch Hitze. Daher kann man es im entferntesten Sinne mit dem Brennschneiden vergleichen. In beiden Verfahren wird der Werkstoff verbrannt. Durch die hohe Wärme (Laserschneiden  bis 20.000° / Brennschneiden bis 1100°), die innerhalb kürzester Zeit auf den Werkstoff aufgetragen wird, verbrennt dieser bevor er schmilzt. Aus diesem Grund entstehen lediglich Gase als Abfallprodukt. Weil die Temperatur punktuell wirkt, verziehen sich die Stoffe wenig. Daher ist eine hohe Präzision möglich.

Beim Laserschneiden können fast alle bekannten Materialien geschnitten werden. Stahl, Holz, Granit, Edelstahl, NE-Metalle sowie sehr harte Stoffe, wie z.B. Hartmetalle oder Keramik stellen keine Probleme für den Laserschneider dar.

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Wunschformen auf Bestellung

Weil Laserschneider grundsätzlich mit NC- bzw. CNC-Programmen gesteuert werden, sind alle 2D Formen möglich. Auch 3D-Formate können durch Laserschneiden erstellt werden. Hier empfiehlt sich aus Gründen der Effizienz einen 3D Drucker oder eine Fräße zu nutzen.

Ein Nachteil hat das Laserschneiden allerdings auch. Je nachdem welcher Werkstoff geschnitten werden soll, muss hohe Energie aufgewendet werden. Durch die Effizienz der modernen Laserschneider und die schnelle und präzise Arbeitsweise, wird dieser Nachteil kompensiert. Die Anschaffungskosten sind besonders in der Massenproduktion schnell abgeschrieben.

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